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Stettin
ist die wichtigste polnische Hafenstadt. Sie zählt rund 450.000
Einwohner. Die ehemalige Hansestadt wurde im 2. Weltkrieg stark
zerstört. Heute ist Stettin mit seiner großen Werft und
zahlreichen anderen Industriebetrieben ein wichtiges Wirtschaftszentrum,
aber auch kulturell bedeutend. Stettin ist Verwaltungssitz der Woiwodschaft
Westpommern.
Das bedeutendste
Bauwerk der Stadt ist das am Steilufer der Oder gelegene, schon
von weitem sichtbare Schloss der Pommerschen Herzöge. Das
heutige Baudenkmal ist das Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt.
Im Schloss beheimatet sind ein Kulturzentrum, eine Oper, ein Operettenhaus,
zahlreiche Ausstellungssäle und ein Konzertsaal.
Die Altstadt bietet Gelegenheit für ein ausgiebiges Besichtigungsprogramm:
den Marktplatz mit dem gotischen Rathaus und dem spätgotischen
Loitz-Haus (ehemaliges Bankhaus), barocke und klassizistische Gebäude,
das Hafentor, die gotische St. Jacobus Kathedrale mit seiner 5,7
Tonnen schweren Glocke und der Kapelle mit den Gräbern der
pommerschen Fürsten.
Das Neue Rathaus wurde als Sitz des Magistrats der Stadt Stettin
geplant. Das im neogotischen Stil vom Baumeister Konrad Kruhl entworfene
repräsentative Gebäude wurde im Jahre 1879 seiner Bestimmung
übergeben. Im letzten Krieg brannte es aus, wurde aber originalgetreu
wieder aufgebaut. Heute beherbergt das prachtvolle Beispiel Stettiner
Neugotik die Seedienststellen der Stadt.
Der Stettiner
Hafen ist für manchen Betrachter mit den Dutzenden von Kais
und Schiffen, den Hunderten von Kränen nicht weniger interessant
als die historischen Bauten der Stettiner Innenstadt.
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